Engagement für Lesotho: Charly Heizmann und Stephan Schmidt bauten in den Bergen Südafrikas unter besonderen Bedingungen ein Haus.

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Lesotho ist ein kleines Königreich mitten in den Bergen Südafrikas. Flüsse und Gebirge, zum Beispiel der 3.482 Meter hohe Thabana Ntlenyana, prägen die Landschaft. Die Landessprache ist Besotho, doch die jungen Menschen sprechen auch Englisch.

Genau wie Charly Heizmann und Stephan Schmidt, die im hiesigen Herbst in Monteng, nahe der Stadt Butha-Buthe, eintrafen. Schreiner Charly war einst MAFELL-Mitarbeiter und ist heute freischaffender Trainer. Stephan kommt aus Berlin und ist vieles: Missionar, Zimmerer, IT-Spezialist, Elektrofachmann und Schweißer. Beide hatten sich bei einer Schulung im Hause MAFELL kennengelernt.

Im Rahmen der Mission, eine christliche Gemeinde aufzubauen, sollten die beiden mit Helfern vor Ort ein Haus für den künftigen Pastor bauen. Zu ihren Aufgaben gehörten der Bau des Dachs, das Verlegen des Fußbodens sowie der komplette Innenausbau mit Türen, Küche, Regalen und einem sechstürigen Schrank. Initiiert wurde das Projekt von der christlichen Hilfsorganisation OM Deutschland.

 

„Obwohl die Voraussetzungen schwierig waren, hat es uns riesigen Spaß gemacht.“
Charly Heizmann

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Die Herausforderungen erwiesen sich als immens. Hölzer und Baumaterial waren in Lesotho selbst nicht zu bekommen, weshalb das Team sie in Südafrika kaufte. Auch fließendes Wasser gab es nicht – wenn Regen fällt, gehört es zu den wenigen Reichtümern Lesothos. Einige Türen und Fenster, die Charly und Stephan im Nachbarort fanden, recycelten sie für ihr Projekt. Immerhin: Monteng, mehr als 1.000 Kilometer von Kapstadt gelegen, ist der letzte Ort, in dem es vereinzelt und zeitweise elektrischen Strom gibt.

Die Wochen vergingen, das Haus nahm Gestalt an, im ­November war es schließlich fertig. Die nächsten Projekte in Monteng sind schon in Planung: der Bau einer Kirche und der Aufbau von Schulungscentern mit einheimischen Trainern. Dort werden Frauen das Nähen von Kleidung und Männer handwerkliche Tätigkeiten erlernen. Was Charly und Stephan schon jetzt immer in Erinnerung bleiben wird: die Wärme und Freund­lichkeit der Menschen in Lesotho.

Foto: Juliane Züfle